SuperMoto IDM Harsewinkel

Volles Haus in der Ü40

Die ersten Punkte sind gezählt. Der Ü40-Cup erfreut sich höchster Beliebtheit und geht auch in 2015 mit vollem Starterfeld bei den meisten IDM -Veranstaltungen mit an den Start. Zum Auftaktrennen in Harsewinkel mit namhaften Besuch. Ex-IDM und Stuntfahrer Jo Bauer zeigte als Gaststarter, dass er nicht viel verlernt hat und fuhr in den Trainings überlegen die schnellsten Zeiten, konnte an den Rennen aber leider nicht teilnehmen.

 

Im Zeittraining zeigte Neueinsteiger Steffen Jung (Suzuki) sein Potential und belegte von den Ü40-Piloten gleich einmal die schnellste Zeit, dicht gefolgt vom amtierenden Meister Chris Klipfel (KTM). Supermotostore-Fahrer Gavin Beaumont komplettierte mit seiner TM die erste Startreihe, konnte aber nach einem heftigen Abflug im Warm-Up nicht an den Start gehen, seine Bike wurde dabei übel verbogen (Rider ok!).

 

Gleich nach dem Start zu Race 1 heftiges Gerangel und Startcrash im Mittelfeld. Vorne ging Steffen Jung gleich in Führung , dahinter sortieren sich Gaststarter Michi Sommer (Suzuki) , Chris Klipfel und Harald Wirtz (Suzuki) ein. In Runde 2 geht Klipfel an Sommer vorbei,  kurz danach fällt Sommer mit Plattfuß aus. Dahinter ein anfangs enger Fight zwischen Ü40-Organisator Harald Wirtz und Phil Gee (TM). Der Engländer setzt sich in Runde sieben durch und wird am Ende dritter. Jung baut die Führung vor Klipfel aus und fährt einen sicheren Sieg nach Hause. Wirtz auf vier und mit dem fünften Platz ein toller Erfolg für Martin Hensellek (TM), der von Startplatz 18 ins Rennen ging. Man of the Race war ohne Frage auch die Startnummer #89. Nach langer Verletzungspause, mit Blitzstart und engagiertem Rennen fährt Mattes Bremer (Suzuki) von Startplatz 22 auf sechs vor!

 

In Rennen 2 erneut ein perfekter Start von der #73, Steffen Jung, gefolgt von Sommer, Klipfel und Gee. Gleich in Runde 2 schnappt sich Klipfel erneut Gaststarter Sommer. Dahinter ein enger Vierkampf zwischen dem ältesten Teilnehmer Peter Fuhrbach (Suzuki), Ernst Theuer (Honda), Harald Wirtz und Paul Wijgaerts (KTM). Während Fuhrbach sich langsam absetzen konnte und am Ende einen hervorragenden fünften Platz belegte, wurde Theuer in Runde 8 von Wirtz einkassiert. Die ersten vier Positionen hatten sich derweil sortiert und blieben unverändert. Beindruckender Einstieg und Doppelsieg für Steffen Jung auf seiner DSR-Suzuki.

Eike Moes

Spannender Pokalauftakt

Im gemeinsamen Finale mit der N2 war es bei dem Fight an der Spitze des Rennens natürlich nicht einfach, das spannende Geschehen der Pokalpiloten im Auge zu behalten. Von der gesamt neunten Startposition zog der erst 14 jährige Österreicher Maximilian Kofler (Husqvarna) am Anfang ziemlich einsam seine Runden. Der Kleinste im Feld ist zwar nur auf einer 350er unterwegs, doch bei knapp über 40 Kilo reicht das offensichtlich aus. Am Ende wurde es allerdings noch ganz knapp, denn sein Landsmann  Markus Larcher (KTM) brauste nur eine halbe Sekunde dahinter durchs Ziel. Dabei hatte der Gaststarter („wir sind erstmals im Ausland und wollten einfach mal schauen“) ein anstrengendes Wochenende hinter sich. Nach Platz zwei im Training zu spät im Vorstart, mußte er im Halbfinale von ganz hinten los. Dort schaffte er immerhin Rang sieben und damit Finalstartplatz 14.

 

Das Podium komplettierte Steffen Hiemer (Yamaha), der sich am Ende gegen den Holländer Jan Simon Ter Heide (Suzuki) durchsetzen konnte. Christian Carl und Stephan Schreiner verloren nach dem Rennen ihre Positionen, da sie bei gelber Flagge überholt hatten. Tobias Hiemer und die beiden Kampfhähne Till Goldenstein und Flo Zilz profitierten.

 

Die leider sehr kleine Gruppe der S3 Youngster wurde eindeutig von Julia Prestel (KTM)dominiert. Die Allgäuerin schaffte es als einzige S3 ins Finale. Das Podium komplettierten mit ihren Resultaten aus dem kleinen Finale Kevin Wüst (Kawasaki) und Nick Seeger (KTM).

Die "Neue" N2

Neben der Zusammenlegung der S-Klassen war vor allem die neue Klassenstruktur in der deutschen SuperMoto Szene im Vorfeld heftig diskutiert worden. Ganz neu ist die N2 im Programm. Diese Klasse ist ausschließlich Piloten mit einer deutschen DMSB-Lizenz vorbehalten, die um den Titel des „DMSB SuperMoto Meister“ streiten. Damit soll der bisher für die Mehrzahl der Piloten zu große Sprung zwischen Pokal und IDM mit einem Zwischenschritt abgefedert werden. Der Pokal P3 fasst die bisherigen Cup-Klassen C1 und C2 zusammen. Geblieben ist die S3 Trophy für Youngster zwischen 12 und 18 Jahren auf 250ern.

 

Da in diesen drei Klassen sehr unterschiedliche Starterzahlen sind, wurden alle zusammen gefasst, allerdings bei getrennter Wertung. Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es um die Qualifikation für das Finale bzw. kleine Finale. Nicht gerade übersichtlich, aber mit reichlich Stoff für gute Rennaction.

 

In der N2 setzte Michael Kartenberg (KTM) die beste Zeit. „Mikn“ war bis zum letzten Jahr noch im Moto-Cross bei der DM-Open und den ADAC Masters unterwegs, hatte allerdings schon bei einigen Gaststarts bei seinem Heimrennen in Stendal sein Potential gezeigt. In der anderen Gruppe sorgte mit Luca Lier (Husqvarna) ebenfalls ein Ex-Crosser für die Bestzeit. Dahinter folgten mit Kai Vogt (Suzuki) ein Pokalaufsteiger und mit Tim Schön (Suzuki) ein Absteiger aus der S-Klasse. Eine wie gewünschte bunte Mischung also.

 

Im Finale zog Vogt mit dem Holeshot davon, dahinter Schön und Kartenberg. Schnell war Kartenberg auf Platz zwei und machte sich an Vogt heran. Doch wie im Halbfinale gab es einen kleinen Ausrutscher für den KTM-Piloten. Doch diesmal wurde es nichts mit der Aufholjagd, ein plattes Hinterrad beendete das Rennen. Die beiden Suzukis vorweg, doch dahinter machte jetzt Peter Mayerbüchler (KTM) Druck. Der Lange aus Inzell ist ebenfalls ein Neueinsteiger in der DM-Szene, und war bisher nur im G-Cup und in Österreich am Start. Am Ende reichte es aber für die Gelben zu einem knappen Doppelsieg. Knapp am Podium vorbei Luca Lier, der noch etwas zu ungestüm agierte, vor dem Brüderpaar Peter und Max Banholzer (Yamaha).

Vielversprechender Neustart

Am Wochenende startete die SuperMoto IDM in die 2015er Saison. Bei bestem Wetter, einer stattlichen Zuschauerkulisse und vor zahlreichen TV-Kameras gingen im Emstalstadion Harsewinkel insgesamt über 160 Akteure in sechs Klassen an den Start. In der Top-Klasse S1 dominierte Markus Class den Saisonstart mit seinem Husqvarna-Zweitakter.

 

Die 20. Saison der SuperMoto IDM wurde mit einer neuen Aufteilung der Klassen gestartet. Keine Unterteilung mehr nach Hubraum (Ausnahme die ADAC S3 Youngster bis 250 Kubik), sondern nur noch nach Leistungsstärke der Fahrer. Ein ansehnliches Feld von 25 Piloten aus sechs Nationen ging in der S1 an den Start und sorgte für reichlich Spannung. Denn schon im Training war Dichte der Klasse deutlich zu sehen. Einmal falsch geatmet, schon war man eine Reihe weiter hinten. Die Top 20 lagen in gerade einmal 2,8 Sekunden! An der Spitze dominerten klar die beiden Zweitakter von Class und Lukas Höllbacher, der in der DM jetzt ebenfalls auf einer von Jochen Jasinski vorbereiteten Husqvarna sitzt. Bei der Jagd nach der Pole verflog sich Höllbacher allerdings in der letzten Runde am Table und hatte einen heftigen Abflug, der ihn erst einmal ins Krankenhaus beförderte. Doch am Abend Entwarnung, Höly war wieder zurück. Dahinter nahm das Suzuki-Duo Andre Plogmann und DM-Rückkehrer Petr Vorlicek die verbleibenden Plätze in Reihe eins ein. Reihe zwei war komplett auf KTM mit den drei Österreichern Manuel Hagleitner, Rudi Bauer und Robert Gattinger, dazwischen dann Kevin Würterle.

In Lauf 1 holt Höllbacher den Holeshot, gefolgt von Class, Plogmann, Hagleitner und Vorlicek. Diese fünf setzen sich auch rasch vom restlichen Feld etwas ab und machen die Podestränge unter sich aus. Nach einem Drittel der Distanz geht Class an die Spitze, und Vorlicek schiebt sich auf Platz vier vor. Class baut kontinuierlich seine Führung aus, während Höllbacher kurz zu Boden muss und auf Platz fünf zurück fällt. In den letzten Runden macht sich Vorlicek noch am Hinterrad von Plogmann bemerkbar, doch zum sauberen Überholen reicht es nicht. In der Verfolgergruppe kreuzen ab Platz sechs Kevin Würterle, Markus Volz (Husqvarna) und Robert Gattinger innerhalb von sieben Zehntel die Ziellinie, deutlicher Beweis für die Spannung auch im vorderen Mittelfeld. Rudi Bauer und Dirk Spaniol (Suzuki) komplettieren die Top-Ten

 

Beim zweiten Rennen läßt Class schon beim Start nichts anbrennen und übernimmt sofort die Führung. Höllbacher kann das Tempo mitgehen, ist aber nie wirklich in Schlagdistanz. Vorlicek kommt beim Start wieder nicht optimal weg, schnappt sich aber im Laufe des Rennens sowohl Hagleitner als auch am Ende Plogmann und landet damit vor den beiden erneut auf dem Podium. Heiß erneut der Fight der Verfolgergruppe mit Gattinger, Spaniol, Bauer, Volz und Würterle. Nach zwei Dritteln verabschiedet sich Würterle mit einem Sturz aus den Top-Ten, und in den letzten beiden Runden wird Spaniol noch von Bauer und Volz aufgeschnupft. Jan Deitenbach (Suzuki) komplettiert am Ende die ersten Zehn.

 

Das Finale der neuen nationalen DM N2 wird eine sichere Beute von Kai Vogt (Suzuki) vor seinem Teamkollegen Tim Schön und Newcomer Peter Mayerbüchler (KTM). Im Pokal siegt der erst 14 jährige Österreicher Maximilian Kofler (Husqvarna) souverän vor seinem Landsmann Markus Larcher (KTM) und Steffen Hiemer (Yamaha). Die ADAC S3 Youngster geht klar an Julia Prestel (KTM).

 

all pics by MikeFoto

Termine 2015

  • 14./15.3. Saarbrücken
  • 18/19.4.  Harsewinkel
  • 30./31.5.  St.Wendel
  • 20./21.6.  Großenhain
  • 4./5.7.  Harz-Ring
  • 25./26.7.  Schaafheim
  • 12./13.9. Cheb
  • 26./27.9. Stendal
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