SuperMoto IDM St.Wendel

Volles Haus in St. Wendel

Am 30. / 31. Mai geht die SuperMoto Internationale Deutsche Meisterschaft im saarländischen St. Wendel in die zweite Runde. Auf dem Straßenkurs rund um den Wendelinus-Park werden an diesem Wochenende alle Klassen des deutschen Driftsports an den Start gehen. Die Besucher erwartet ein Rennwochenende mit der Rekordzahl von 230 Teilnehmern und 14 Rennen!

 

Ganz neu wird in der Saison 2015 die Aufteilung der Klassen sein. Hier wird es keine Unterteilung mehr nach Hubraum der Motorräder geben, sondern nur noch nach Leistungsstärke der Fahrer. Somit werden noch spannendere Rennen und knappere Entscheidungen erwartet.

 

Im Mittelpunkt steht die neue Top-Klasse S1 International. Hier gehen die besten Deutschen Piloten gegen starke Konkurrenz aus dem europäischen Ausland an den Start. Nach seinem Erfolg beim Meisterschaftsauftakt gilt Vorjahressieger Markus Class als wohl größter Favorit. Der Husqvarna-Pilot aus Worms vertraut auch in diesem Jahr weiter auf seinen Zweitakter. Starke Konkurrenz erhält er 2015 jedoch aus dem eigenen Lager. Der Österreicher Lukas Höllbacher, vor Jahresfrist Zweiter in St. Wendel, geht in Deutschland auf dem gleichen Motorrad wie Class an den Start. Lokalmatador Markus Volz war vor einem Jahr ebenfalls auf dem Podium bei seinem Heimrennen. Darauf hofft der Dirminger auch am letzten Mai Wochenede, nachdem der Saisonstart in Harsewinkel auf der neuen Husqvarna noch nicht ganz nach Plan verlief. Sein Landsmann Dirk Spaniol fährt dagegen weiter zweigleisig. Der Suzuki-Händler aus Hirzweiler ist selber weiter als Pilot aktiv. Dazu hat er mit Andre Plogmann und dem drefachen deutschen Meister Petr Vorlicek (Tschechein) zwei Akteure am Start, die beim  Saisonstart schon auf dem Podium standen. Die rund 25 Piloten bestreiten am Sonntag Nachmittag zwei Rennläufe.

 

Erstmals ist die nationale DM im Programm. Hier werden die Karten ganz neu gemischt. Junge Aufsteiger aus den Nachwuchsklassen treffen auf routinierte Privatfahrer, eine interessante Mischung. Dazu kommen einige Umsteiger aus dem Moto-Cross. Die Rennen werden zusammen mit dem Pokal bestritten, so dass sich die Fahrer am Samstag erst einmal in zwei Halbfinals für das Finale am Sonntag qualifizieren müssen.

 

Komplettiert wird das umfangreiche Programm mit Rennen der regionalen Einsteiger, der Amateur-Trophy der Gruppe Süd und dem Championat der Ü40 Klasse. Am Samstag, 30. Mai, beginnt ab 9.00 Uhr das Training. Ab 17.30 Uhr stehen dann die Qualifikationstrainings der S-Klasse und die ersten Rennen bis ca. 20 Uhr auf dem Programm. Am Sonntag, 31. Mai, starten ab 11.00 Uhr die ersten Rennen der nationalen Klasse. Ab 13.30 Uhr geht es dann in den ersten Lauf der S-Klasse. 

SuperMoto IDM Harsewinkel

Ladies Day

Beim Saisonauftakt in Harsewinkel konnten gleich zwei Damen Siegerpokale einheimsen. Julia Prestel bei den S3 Youngstern und Carolin Wietig bei der Amateur-Trophy Nord!

 

Julia beeindruckte bereits im Qualifying der gemeinsamen fahrenden N2/P3/S3.  In ihrer Gruppe stellte sie die 250er KTM auf einen starken neunten Startplatz unter 33 Akteuren! Im Halbfinale mußte sie Allgäuerin dann auch noch richtig kämpfen. Nach einem Sturz war sie erst einmal raus aus der direkten Qualy, schaffte dann aber noch mit Platz 14 den direkten Finaleinzug. Als einzige S3 Pilotin in diesem Finale stand der Sieg damit schon fest, und so spulte Julia die Runden ohne übertriebenes Risiko ab.

 

In der ebenfalls prall gefüllten T4 war Carolin Wietig von Beginn an vorne dabei. Erst in der letzten Runde des Trainings verlor die TM-Pilotin die Pole an Gaststarter Felix Rottmann. Die erste Reihe komplettierten Alex Breuker und Patrick Pady.

Im ersten Lauf gingen Rottmann und Pady vor Wietig in Führung. Carolin setzte sich mit zwei tollen Moves an die Spitze und holte verdient ihren ersten Sieg! Pady und Rottmann komplettierten das Podium. Dennis Köchy, Lebensgefährte von Caro, verpasste mit Rang vier den Sprung aufs Treppchen ganz knapp.

 

Im zweiten Lauf schnappt sich Pady schnell die Führung vor Carolin Wietig. So sehr die Wolfsburgerin auch drängelte, Pady lässt nichts anbrennen und holt sich den Sieg in Lauf zwei. Johannes Brenner ergattert mit Platz drei seinen ersten Podestplatz. Zuvor hatte er sich in einer heißen Aktion in der schnellen Triple innen neben Alex Breuker gepresst, wobei Breuker spektakulär zu Boden ging.

Volles Haus in der Ü40

Die ersten Punkte sind gezählt. Der Ü40-Cup erfreut sich höchster Beliebtheit und geht auch in 2015 mit vollem Starterfeld bei den meisten IDM -Veranstaltungen mit an den Start. Zum Auftaktrennen in Harsewinkel mit namhaften Besuch. Ex-IDM und Stuntfahrer Jo Bauer zeigte als Gaststarter, dass er nicht viel verlernt hat und fuhr in den Trainings überlegen die schnellsten Zeiten, konnte an den Rennen aber leider nicht teilnehmen.

 

Im Zeittraining zeigte Neueinsteiger Steffen Jung (Suzuki) sein Potential und belegte von den Ü40-Piloten gleich einmal die schnellste Zeit, dicht gefolgt vom amtierenden Meister Chris Klipfel (KTM). Supermotostore-Fahrer Gavin Beaumont komplettierte mit seiner TM die erste Startreihe, konnte aber nach einem heftigen Abflug im Warm-Up nicht an den Start gehen, seine Bike wurde dabei übel verbogen (Rider ok!).

 

Gleich nach dem Start zu Race 1 heftiges Gerangel und Startcrash im Mittelfeld. Vorne ging Steffen Jung gleich in Führung , dahinter sortieren sich Gaststarter Michi Sommer (Suzuki) , Chris Klipfel und Harald Wirtz (Suzuki) ein. In Runde 2 geht Klipfel an Sommer vorbei,  kurz danach fällt Sommer mit Plattfuß aus. Dahinter ein anfangs enger Fight zwischen Ü40-Organisator Harald Wirtz und Phil Gee (TM). Der Engländer setzt sich in Runde sieben durch und wird am Ende dritter. Jung baut die Führung vor Klipfel aus und fährt einen sicheren Sieg nach Hause. Wirtz auf vier und mit dem fünften Platz ein toller Erfolg für Martin Hensellek (TM), der von Startplatz 18 ins Rennen ging. Man of the Race war ohne Frage auch die Startnummer #89. Nach langer Verletzungspause, mit Blitzstart und engagiertem Rennen fährt Mattes Bremer (Suzuki) von Startplatz 22 auf sechs vor!

 

In Rennen 2 erneut ein perfekter Start von der #73, Steffen Jung, gefolgt von Sommer, Klipfel und Gee. Gleich in Runde 2 schnappt sich Klipfel erneut Gaststarter Sommer. Dahinter ein enger Vierkampf zwischen dem ältesten Teilnehmer Peter Fuhrbach (Suzuki), Ernst Theuer (Honda), Harald Wirtz und Paul Wijgaerts (KTM). Während Fuhrbach sich langsam absetzen konnte und am Ende einen hervorragenden fünften Platz belegte, wurde Theuer in Runde 8 von Wirtz einkassiert. Die ersten vier Positionen hatten sich derweil sortiert und blieben unverändert. Beindruckender Einstieg und Doppelsieg für Steffen Jung auf seiner DSR-Suzuki.

Eike Moes

Spannender Pokalauftakt

Im gemeinsamen Finale mit der N2 war es bei dem Fight an der Spitze des Rennens natürlich nicht einfach, das spannende Geschehen der Pokalpiloten im Auge zu behalten. Von der gesamt neunten Startposition zog der erst 14 jährige Österreicher Maximilian Kofler (Husqvarna) am Anfang ziemlich einsam seine Runden. Der Kleinste im Feld ist zwar nur auf einer 350er unterwegs, doch bei knapp über 40 Kilo reicht das offensichtlich aus. Am Ende wurde es allerdings noch ganz knapp, denn sein Landsmann  Markus Larcher (KTM) brauste nur eine halbe Sekunde dahinter durchs Ziel. Dabei hatte der Gaststarter („wir sind erstmals im Ausland und wollten einfach mal schauen“) ein anstrengendes Wochenende hinter sich. Nach Platz zwei im Training zu spät im Vorstart, mußte er im Halbfinale von ganz hinten los. Dort schaffte er immerhin Rang sieben und damit Finalstartplatz 14.

 

Das Podium komplettierte Steffen Hiemer (Yamaha), der sich am Ende gegen den Holländer Jan Simon Ter Heide (Suzuki) durchsetzen konnte. Christian Carl und Stephan Schreiner verloren nach dem Rennen ihre Positionen, da sie bei gelber Flagge überholt hatten. Tobias Hiemer und die beiden Kampfhähne Till Goldenstein und Flo Zilz profitierten.

 

Die leider sehr kleine Gruppe der S3 Youngster wurde eindeutig von Julia Prestel (KTM)dominiert. Die Allgäuerin schaffte es als einzige S3 ins Finale. Das Podium komplettierten mit ihren Resultaten aus dem kleinen Finale Kevin Wüst (Kawasaki) und Nick Seeger (KTM).

Die "Neue" N2

Neben der Zusammenlegung der S-Klassen war vor allem die neue Klassenstruktur in der deutschen SuperMoto Szene im Vorfeld heftig diskutiert worden. Ganz neu ist die N2 im Programm. Diese Klasse ist ausschließlich Piloten mit einer deutschen DMSB-Lizenz vorbehalten, die um den Titel des „DMSB SuperMoto Meister“ streiten. Damit soll der bisher für die Mehrzahl der Piloten zu große Sprung zwischen Pokal und IDM mit einem Zwischenschritt abgefedert werden. Der Pokal P3 fasst die bisherigen Cup-Klassen C1 und C2 zusammen. Geblieben ist die S3 Trophy für Youngster zwischen 12 und 18 Jahren auf 250ern.

 

Da in diesen drei Klassen sehr unterschiedliche Starterzahlen sind, wurden alle zusammen gefasst, allerdings bei getrennter Wertung. Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es um die Qualifikation für das Finale bzw. kleine Finale. Nicht gerade übersichtlich, aber mit reichlich Stoff für gute Rennaction.

 

In der N2 setzte Michael Kartenberg (KTM) die beste Zeit. „Mikn“ war bis zum letzten Jahr noch im Moto-Cross bei der DM-Open und den ADAC Masters unterwegs, hatte allerdings schon bei einigen Gaststarts bei seinem Heimrennen in Stendal sein Potential gezeigt. In der anderen Gruppe sorgte mit Luca Lier (Husqvarna) ebenfalls ein Ex-Crosser für die Bestzeit. Dahinter folgten mit Kai Vogt (Suzuki) ein Pokalaufsteiger und mit Tim Schön (Suzuki) ein Absteiger aus der S-Klasse. Eine wie gewünschte bunte Mischung also.

 

Im Finale zog Vogt mit dem Holeshot davon, dahinter Schön und Kartenberg. Schnell war Kartenberg auf Platz zwei und machte sich an Vogt heran. Doch wie im Halbfinale gab es einen kleinen Ausrutscher für den KTM-Piloten. Doch diesmal wurde es nichts mit der Aufholjagd, ein plattes Hinterrad beendete das Rennen. Die beiden Suzukis vorweg, doch dahinter machte jetzt Peter Mayerbüchler (KTM) Druck. Der Lange aus Inzell ist ebenfalls ein Neueinsteiger in der DM-Szene, und war bisher nur im G-Cup und in Österreich am Start. Am Ende reichte es aber für die Gelben zu einem knappen Doppelsieg. Knapp am Podium vorbei Luca Lier, der noch etwas zu ungestüm agierte, vor dem Brüderpaar Peter und Max Banholzer (Yamaha).

Vielversprechender Neustart

Am Wochenende startete die SuperMoto IDM in die 2015er Saison. Bei bestem Wetter, einer stattlichen Zuschauerkulisse und vor zahlreichen TV-Kameras gingen im Emstalstadion Harsewinkel insgesamt über 160 Akteure in sechs Klassen an den Start. In der Top-Klasse S1 dominierte Markus Class den Saisonstart mit seinem Husqvarna-Zweitakter.

 

Die 20. Saison der SuperMoto IDM wurde mit einer neuen Aufteilung der Klassen gestartet. Keine Unterteilung mehr nach Hubraum (Ausnahme die ADAC S3 Youngster bis 250 Kubik), sondern nur noch nach Leistungsstärke der Fahrer. Ein ansehnliches Feld von 25 Piloten aus sechs Nationen ging in der S1 an den Start und sorgte für reichlich Spannung. Denn schon im Training war Dichte der Klasse deutlich zu sehen. Einmal falsch geatmet, schon war man eine Reihe weiter hinten. Die Top 20 lagen in gerade einmal 2,8 Sekunden! An der Spitze dominerten klar die beiden Zweitakter von Class und Lukas Höllbacher, der in der DM jetzt ebenfalls auf einer von Jochen Jasinski vorbereiteten Husqvarna sitzt. Bei der Jagd nach der Pole verflog sich Höllbacher allerdings in der letzten Runde am Table und hatte einen heftigen Abflug, der ihn erst einmal ins Krankenhaus beförderte. Doch am Abend Entwarnung, Höly war wieder zurück. Dahinter nahm das Suzuki-Duo Andre Plogmann und DM-Rückkehrer Petr Vorlicek die verbleibenden Plätze in Reihe eins ein. Reihe zwei war komplett auf KTM mit den drei Österreichern Manuel Hagleitner, Rudi Bauer und Robert Gattinger, dazwischen dann Kevin Würterle.

In Lauf 1 holt Höllbacher den Holeshot, gefolgt von Class, Plogmann, Hagleitner und Vorlicek. Diese fünf setzen sich auch rasch vom restlichen Feld etwas ab und machen die Podestränge unter sich aus. Nach einem Drittel der Distanz geht Class an die Spitze, und Vorlicek schiebt sich auf Platz vier vor. Class baut kontinuierlich seine Führung aus, während Höllbacher kurz zu Boden muss und auf Platz fünf zurück fällt. In den letzten Runden macht sich Vorlicek noch am Hinterrad von Plogmann bemerkbar, doch zum sauberen Überholen reicht es nicht. In der Verfolgergruppe kreuzen ab Platz sechs Kevin Würterle, Markus Volz (Husqvarna) und Robert Gattinger innerhalb von sieben Zehntel die Ziellinie, deutlicher Beweis für die Spannung auch im vorderen Mittelfeld. Rudi Bauer und Dirk Spaniol (Suzuki) komplettieren die Top-Ten

 

Beim zweiten Rennen läßt Class schon beim Start nichts anbrennen und übernimmt sofort die Führung. Höllbacher kann das Tempo mitgehen, ist aber nie wirklich in Schlagdistanz. Vorlicek kommt beim Start wieder nicht optimal weg, schnappt sich aber im Laufe des Rennens sowohl Hagleitner als auch am Ende Plogmann und landet damit vor den beiden erneut auf dem Podium. Heiß erneut der Fight der Verfolgergruppe mit Gattinger, Spaniol, Bauer, Volz und Würterle. Nach zwei Dritteln verabschiedet sich Würterle mit einem Sturz aus den Top-Ten, und in den letzten beiden Runden wird Spaniol noch von Bauer und Volz aufgeschnupft. Jan Deitenbach (Suzuki) komplettiert am Ende die ersten Zehn.

 

Das Finale der neuen nationalen DM N2 wird eine sichere Beute von Kai Vogt (Suzuki) vor seinem Teamkollegen Tim Schön und Newcomer Peter Mayerbüchler (KTM). Im Pokal siegt der erst 14 jährige Österreicher Maximilian Kofler (Husqvarna) souverän vor seinem Landsmann Markus Larcher (KTM) und Steffen Hiemer (Yamaha). Die ADAC S3 Youngster geht klar an Julia Prestel (KTM).

 

all pics by MikeFoto

Termine 2015

  • 14./15.3. Saarbrücken
  • 18/19.4.  Harsewinkel
  • 30./31.5.  St.Wendel
  • 20./21.6.  Großenhain
  • 4./5.7.  Harz-Ring
  • 25./26.7.  Schaafheim
  • 12./13.9. Cheb
  • 26./27.9. Stendal
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