Report SuperMoto IDM

Knappe Entscheidungen bei den AMAteuren

Die regionalen Serien der Amateure (AMA-Nord / AMA-Süd) sind für 2015 bereits entschieden. Und in beiden Meisterschaften war es am Ende mehr als knapp. Dennis Köchy im Norden und Christof Bartsch im Süden sind die glücklichen Gewinner.

 

In der AMA-Trophy Süd ging es beim Saisonstart in Saarbrücken gleich um Punkte. Aus zwei Halbfinals mußten sich die zahlreichen Starter erst einmal für das Finale qualifizieren. Dort gab Gaststarter Michael Sommer bis zur letzten Runde das Tempo vor. Doch er jubelte zu früh, rollte aus, während das Rennen noch eine Runde lief! Als er seinen Fehler bemerkte, war Diogo Almeida schon vorbei und fügte seinen 25 Meisterschaftspunkten noch den Siegerpokal hinzu. Carsten Kögel komplettierte das Treppchen., Bartsch heimst die Punkte für Platz drei ein. Sven Kromer stürzt und sieht das Ziel nur auf Platz acht der Punktetabelle.

Bei der ausgebuchten Trophy in St.Wendel war es im ersten Lauf lange Polesetter Sven Kromer, der das Rennen anführte. Doch im Getümmel des Überrundens schob sich Routinier Christof Bartsch vorbei und holte den Laufsieg. Auch um Platz drei fiel die Entscheidung beim Überrunden, als sich Nico Haubensack noch Nils Mittrach schnappte. Beim zweiten Lauf am Sonntag lies Kromer dann nichts anbrennen und holte souverän den Sieg vor Bartsch. Auch auf Platz drei gelang die Revanche für Mittrach gegen Haubi, hier allerdings wie am Vortag der Platzwechsel beim Überrunden.

In Schaafheim stand das Finale Schaafheim das Finale an. Christof Bartsch hatte es mit 14 Punkten Vorsprung in der Hand, jetzt den Titel zu holen. Sven Kromer und Diogo Almeida lauern punktgleich dahinter. Kromer lässt nichts anbrennen und sichert sich nach der Pole auch beide Laufsiege. Bartsch kommt von Position fünf im ersten Durchgang auf Platz drei. Jetzt muss er mindestens Platz vier im zweiten Durchagng holen. Und der TM-Pilot schafft das mit gerade einmal 0,2 Sekunden Vorsprung! Somit geht der Titel an Bartsch, nachdem er vor zwei Jahren noch mit dem Vizetitel vorlieb nehmen musste. Sven Kromer bleibt trotz dreier Siege mit zwei Punkten Rückstand der Vize-Meister, Diogo Almeida holt Bronce.

 

In der ebenfalls prall gefüllten AMA-Nord war Carolin Wietig beim Auftakt in Harsewinkel von Beginn an vorne dabei. Im ersten Lauf gingen Gaststarter Felix Rottmann und Patrick Pady vor Wietig in Führung. Carolin setzte sich mit zwei tollen Moves an die Spitze und holte verdient ihren ersten Sieg! Pady und Rottmann komplettierten das Podium. Dennis Köchy, Lebensgefährte von Caro, verpasste mit Rang vier den Sprung aufs Treppchen ganz knapp. Im zweiten Lauf schnappt sich Pady schnell die Führung vor Carolin Wietig. So sehr die Wolfsburgerin auch drängelte, Pady lässt nichts anbrennen und holt sich den Sieg in Lauf zwei. Johannes Brenner ergattert mit Platz drei seinen ersten Podestplatz. Zuvor hatte er sich in einer heißen Aktion in der schnellen Triple innen neben Alex Breuker gepresst, wobei Breuker spektakulär zu Boden ging.

Bei der zweiten Runde in Großenhain teilen sich Wietig und Köchy die beiden Laufsiege. Alex Breuker ergattert in beiden Läufen mit Platz zwei seine ersten Podestplätze. Patrick Pady fällt leider in Lauf zwei aus und kann wegen einer Verletzung auch nicht zur nächsten Runde auf dem Harz-Ring antreten.

Dort kommt eigentlich nur das Wolfsburger Paar Caro Wietig und Dennis Köchy für den Titel in Frage, denn Alex Breuker hat schon über 20 Punkte Rückstand. Der sichert sich aber erst einmal die Pole. Doch in Lauf eins wirft er die Führung schon in der Startrunde weg und ist trotz toller Aufholjagd raus aus dem Titelkampf. Caro holt sich den Sieg vor Dennis und hat damit vor dem letzten Lauf beruhigende elf Punkte Vorsprung auf ihren Lebensgefährten. Alex Breuker sichert sich erneut den Holeshot und läßt diesmal nichts anbrennen. Caro hält sich aus allem raus und dreht sicher ihre Runden. Bis zur vorletzten Runde, als sie am Hinterrad einen Platten hat! Enttäuscht bieg sie in die Box ab. Von dort wird sie zwar noch einmal auf die Reise geschickt, doch es bleibt nur der vorletzte Platz. So holt Dennis Köchy mit Platz drei auf der Zweitakt-TM sichtlich überrascht den Titel nach Hause. Caro Wietig bleibt sichtlich enttäuscht der Vizetitel, Alex Breuker komplettiert das AMA-Nord Podium.

 

Report SuperMoto IDM Schaafheim

Höllbacher klar auf Titelkurs

Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse ging in Schaafheim die fünfte Runde zur SuperMoto IDM über die Bühne. Auf der engen Kartbahn waren Überholmanöver zwar Mangelware, aber hautnahe Abstände hielten die Besucher trotzdem bei Laune. An der Spitze gab es allerdings nichts Neues, die Zweitakter dominierten erneut und Lukas Höllbacher schnappte seinen vierten Doppelsieg in Folge.

 

Bei bestem Rennwetter am Sonntag fuhren die S1 Piloten erstmals ihr Qualyfying am Vormittag. Höllbacher und sein Husqvarna-Teamkollege Markus Class kreisten wie in einer eigenen Liga mit über einer Sekunde vor der Konkurrenz. In der allerletzten Runde ergatterte der Österreicher Lukas Höllbacher mit gerade einmal 0,014 Sekunden die Pole. Eng ging es dann auch ab Platz drei zu, von Rudi Bauer (KTM) bis Raphael Bayer (Kawasaki) auf Position elf lagen gleich neun Piloten innerhalb einer Sekunde!

 

Der erste Lauf war praktisch schon am Start entschieden. Höllbacher sicherte sich den Holeshot, Bauer patzte und Markus Volz (Husqvarna) war der erste Verfolger. Das komplette Rennen steckte Class im Auspuff seines Teamkollegen, aber eine saubere Möglichkeit zum Überholen gab es nicht. So brausten die beiden innerhalb von 0,1 Sekunden über den Zielstrich. Zwölf Sekunden dahinter folgten dann im Sekundenabstand Volz, Manuel Hagleitner (Husqvarna), Michael Herrmann und Andre Plogmann (beide Suzuki). Letzterer sorgte für das einzige Überholmanöver an der Spitze, als er sich bei Halbzeit mit einem Blockpass im Off-Road an Rudi Bauer vorbei presste. Dahinter folgte dann innerhalb einer halben Sekunde das Trio Dirk Spaniol, Petr Vorlicek und Philipp Prestel.

 

Im zweiten Lauf gelang Class der Holeshot vor Volz und Höllbacher. Nach der ersten Runde hatte Class schon einen kleinen Vorsprung herausgefahren. Doch in Runde zwei ging er im Off-Road heftig zu Boden und konnte erst am Ende des Feldes wieder ins Rennen gehen. Höllbacher hatte sich derweil schon Volz geschnappt und machte sich als neuer Leader aus dem Staub. Volz kann nicht ganz das Tempo wie im ersten Lauf gehen, Bauer und das Suzuki-Quartett mit Herrmann, Plogmann, Vorlicek und Spaniol kleben in seinem Heck. Nach zwei Dritteln fasst sich Bauer ein Herz, presst sich an Volz vorbei, und zieht auf Platz zwei. Hinter dieser Gruppe fighten Jan Deitenbach (Suzuki), Prestel und Gattinger um Platz acht, dahinter robbt sich Class heran. Vier Runden vor dem Ende wählt Prestel am Ende der Startgeraden in den Off-Road einen sehr optimistischen Bremspunkt und räumt Deitenbach dabei ab.  In der letzten Runde schafft es Class noch an Gattinger vorbei auf Platz neun, und Plogmann presst sich an Herrmann vorbei auf Rang vier hinter Höllbacher, Bauer und Volz. In der Meisterschaft kann Höllbacher damit schon bei der nächsten Runde den Titel klar machen, auch Verfolger Plogmann hat gute Karten im Kampf um den Vize-Titel.

 

Das Finale der nationalen DM begann mit einem Massencrash in der ersten Kurve und einem Abbruch. Beim Restart setzt sich Michael Kartenberg (KTM) durch, gefolgt von Luca Lier (Husqvarna) und Meisterschaftsleader Kai Vogt (Suzuki). Doch nach einigen Runden stürzt Kartenberg und fällt weit zurück. So sichert sich Lier seinen ersten Sieg vor Vogt und Peter Bannholzer (Yamaha), währen es Kartenberg immerhin noch auf Platz fünf schafft. Hier fällt die Titelentscheidung definitiv erst beim Finale in Stendal.

 

Im Pokal gewinnt der österreichische Bernhard Hitzenberger (Yamaha) vor Meisterschaftsleader Maxi Kofler (Husqvarna) und Steffen Hiemer (Yamaha), Die Amateur-Trophy Süd gewinnt in beiden Läufen Sven Kromer, doch der Titel geht mit gerade einmal zwei Punkten Vorsprung an Christof Bartsch.

 

Für viel Aufsehen sorgte der Gaststart von Supermoto-Legende Klaus Kinigadner in der Ü40. 13 Jahre nach seinem letzten Rennen auf dieser Strecke parkte er die KTM auch standesgemäß auf der Pole. Doch beim Start zum ersten Lauf wollte die über zehn Jahre alte Factory nicht mehr anspringen. Erst mit Rundenrückstand brauste er los und durch das Feld. Im zweiten Durchgang gab es dann den Sieg vor Michi Schneider, einem weiteren ehemaligen Prestige-Fahrer.

 

All Pics by: MikeFoto.de

Termine 2015

  • 14./15.3. Saarbrücken
  • 18/19.4.  Harsewinkel
  • 30./31.5.  St.Wendel
  • 20./21.6.  Großenhain
  • 4./5.7.  Harz-Ring
  • 25./26.7.  Schaafheim
  • 12./13.9. Cheb
  • 26./27.9. Stendal
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